Update 5. August 2026 | Niedrige Wasserstände am Rhein
Die anhaltend niedrigen Wasserstände des Rheins haben bereits ein kritisches Ausmaß erreicht; für die kommenden Wochen und Monate ist mit einer weiteren Verschärfung der Situation im intermodalen Transportmarkt zu rechnen.
Da der Rhein die wichtigste Binnenwasserstraße Europas und eine zentrale Achse für Containerlogistik zwischen den Seehäfen und den Industriegebieten in Deutschland, Frankreich und der Schweiz ist, zeigen sich die operativen Auswirkungen entlang großer Teile des Flussverlaufs bereits deutlich. Aktuelle Einschätzungen gehen kurzfristig nicht von einer nachhaltigen Erholung der Wasserstände aus.
In der Folge werden sich die bestehenden Herausforderungen im Containerverkehr weiter verstärken. Die Verfügbarkeit von Containerequipment dürfte sich noch einmal verringern, und auf mehreren Rheinabschnitten sind Binnenschiffsverkehre nur mit Einschränkungen möglich oder müssen komplett eingestellt werden.
Transportmengen werden daher verstärkt auf Schiene und Straße verlagert. Dort stehen jedoch nur begrenzte Kapazitäten zur Verfügung, die kurzfristig an ihre operativen Grenzen stoßen können. Hinzu kommt, dass Transportdienstleister aufgrund des aktuell schwachen Exportmarktes vermehrt Rundlaufkonzepte einsetzen, um Leerfahrten zu vermeiden. Dies kann zu einer verminderten Equipmentverfügbarkeit für die reguläre Marktnachfrage führen.
Längere Laufzeiten sind ebenfalls wahrscheinlich, da alternative Verkehrsträger die wegfallende Kapazität in der Binnenschifffahrt nicht vollständig kompensieren können.
Insgesamt ist davon auszugehen, dass die Lage im intermodalen Verkehr auf absehbare Zeit angespannt bleiben wird. Eine frühzeitige Transportplanung, klare Kommunikation aller Beteiligten und flexible Routingkonzepte sind entscheidend, um die Stabilität der Lieferketten unter diesen Bedingungen bestmöglich zu sichern.
News vom 13. Juli 2026 | Niedrigwasser am Rhein führt zu Kapazitätsengpässen und betrieblichen Zuschlägen
Aufgrund des anhaltenden Niederschlagsmangels sinken die Wasserstände entlang des Rheins deutlich. Der wichtigste Messpunkt für die Binnenschifffahrt, Duisburg-Ruhrort, verzeichnet seit einigen Tagen einen kontinuierlichen Rückgang, wobei die Prognosen Werte unter 180 cm anzeigen.
Ähnliche Entwicklungen können am gesamten Rhein auftreten, was zunehmend herausfordernde Navigationsbedingungen auf dem gesamten Fluss zur Folge hat.
Bei niedrigen Wasserständen können Schubschiffe und Binnenschiffe nur mit reduziertem Tiefgang operieren und müssen daher pro Fahrt weniger Container laden. Um dasselbe Transportvolumen zu bewegen, sind mehr Fahrten erforderlich. Dies führt zu höheren Betriebskosten pro Container. Diese zusätzlichen Kosten spiegeln sich in einem Niedrigwasserzuschlag wider, der von den Binnenschiffsbetreibern erhoben und an ihre Kunden weitergegeben wird.
Die Berechnung des Zuschlags basiert auf dem Wasserstand, der um 05:00 Uhr am Abfahrtstag an dem jeweils relevanten Pegel gemessen wird. Der Zuschlag ist nach Verkehrsgebiet und Containergröße gestaffelt und kann sich kurzfristig ändern, wenn die Wasserstände weiter fallen. Der Rhein ist in mehrere Abschnitte unterteilt, von denen jeder seine eigene Tiefgangssituation und das entsprechende Zuschlagsniveau aufweist.
Bitte beachten Sie, dass je nach Binnenschiffsbetreiber und Inlandterminal die Zuschläge unterschiedlich sein können. Folglich kann das tatsächliche Zuschlagsniveau für Ihren Transport je nach Routing und verwendetem Terminal variieren.
Diese Zuschläge gelten für Binnenschiffs- sowie kombinierte Binnenschiff-/Straßentransporte, die für Vor- und Nachläufe über den Rhein zwischen Seehäfen im Nordseegebiet und Inlandterminals in Deutschland, Frankreich und der Schweiz eingesetzt werden.
Für weiterführende Informationen oder bei Fragen wenden Sie sich bitte an Ihre zuständige FMS-Ansprechperson. Vielen Dank für Ihr Verständnis und Ihre Unterstützung.












