Status Stand gestern
Im nördlichen Schienennetz hatte sich die Situation bereits deutlich zugespitzt. Die Passage durch die betroffene Region war kaum noch möglich. Hauptursache war, dass die zentrale Umleitungsstrecke aufgrund von Gleisschäden nur sehr eingeschränkt genutzt werden konnte. In der Folge kam es zu extremen Verzögerungen: Züge benötigten bis zu 10 Stunden, um eine Strecke von rund 10 Kilometern zurückzulegen. Der Schienengüterverkehr in diesem Bereich war daher nahezu zum Stillstand gekommen. Zudem waren sämtliche verfügbaren Abstellgleiskapazitäten vollständig ausgelastet, sodass Züge an ihren Ausgangsbahnhöfen zurückgehalten werden mussten. Dies führte sowohl im Norden als auch im Süden zu einem Mangel an dringend benötigten Zügen für die Beladung. Größere Verspätungen und Zugausfälle waren unvermeidbar, und Züge konnten die Inlandterminals nicht mehr gemäß Fahrplan erreichen. Dies hatte Folgewirkungen auf Exportverkehre über Hamburg sowie auf die Einhaltung von Liefer- und Schiffsschlusszeiten.
Status Stand heute
Die Lage in der nördlichen Region hat sich weiter verschärft. Die ohnehin bereits stark eingeschränkte zentrale Umleitungsstrecke ist infolge eines Oberleitungsschadens nun vollständig gesperrt. Nach aktuellem Stand ist mit einer Aufhebung der Sperrung frühestens im Laufe dieses Abends zu rechnen. In der Konsequenz ist der Schienengüterverkehr im Nord–Süd-Korridor weitgehend zum Erliegen gekommen. Die Abstellkapazitäten sind weiterhin vollständig ausgeschöpft, sodass Züge zurückgehalten werden müssen oder gar nicht erst zur Abfahrt bereitgestellt werden können. Entsprechend fehlen in Nord und Süd dringend benötigte Züge für die Beladung. Die Prognose für die Beseitigung der Streckenstörung auf dem Umleitungskorridor wurde aktuell bis zum 13. Juni 2026 verlängert. Es ist daher von einer länger andauernden und stark angespannten Betriebssituation auszugehen, in der massive Verspätungen und kurzfristige Zugausfälle unvermeidbar bleiben. Wir werden Sie weiterhin zeitnah über alle wesentlichen Änderungen der Lage informieren.
Für Rückfragen oder weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Ihren FMS-Ansprechpartner. Vielen Dank für Ihr Verständnis und Ihre Unterstützung.












