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Containerbegasung | Australien

Saisonale Behandlungspflicht gegen die Marmorierte Baumwanze

Containerbegasung mit SO2F2 - BMSB
Zeitraum der Genehmigung: 01.09.2020 - 31.05.2021
Begasung: gem. Vorgabe der australischen Behörden - maximal 120 Stunden vor geplanter Schiffsabfahrt

Zwischen dem 01. September 2020 und dem 31.05.2021 gilt eine Behandlungspflicht für bestimmte Warengruppen, welche per Seefracht nach Australien exportiert werden. Diese Behandlungspflicht wurde vom Australien Government Department of Agriculture and Water Resources (DAWR) im August verabschiedet.

Mit Verschiffungsdatum 01.09.2020 müssen Güter der genannten Warengruppen begast oder hitzebehandelt werden, um eine Verbreitung der für das australische Ökosystem gefährlichen Marmorierten Baumwanze zu verhindern. Gleichzeitig gibt das Australien Government Department of Agriculture bekannt, dass ein Import der Warengruppen ohne entsprechendes BMSB Treatment Certificat abgelehnt werden kann. Die daraus resultierenden Kosten für Rückführung der Ware oder amtliche Zerstörung durch die australischen Behörden gehen jeweils zu  Lasten der Ware.

Erfahren Sie mehr über das Thema Begasung von Containern, das spezifische Knowhow von Fr. Meyer’s Sohn sowie über unsere exklusiven Begasungskapazitäten im Hamburger Hafen unter Containerbegasung bei FMS.

Unsere Dienstleistungen

  • Ab frei angeliefert Begasungsplatz
  • Umschlag von Gasflächen/Stellplatzmiete
  • Begasungsanzeige bei den zuständigen Behörden
  • Abdichtung der Transporteinheit
  • Temperaturmessung
  • Bei Unterschreitung der Begasungstemperatur von 10 Grad - Aufheizen der Container
  • Eingasung gem. Einfuhrvorschrift der Australischen Behörde (Department of Agriculture and Water Resources) gem. Fumiguide
  • Messung der Begasungskonzentration
  • Lüftung
  • Freigabebescheinigung
  • Ausstellung eines Begasungszertifikates je Container
  • Meldung der Dokumente an Australien
  • Lagergeldfreie Zeit ab Tag der Anlieferung 4 Tage

Zusätzliche Leistungen:

  • Umfuhr innerhalb von Hamburg
  • Einlagerung der Container gegen Entgeld

Bei der Unterschreitung der Umgebungstemperatur von 10 Grad wird der Energieaufwand extra berechnet (Aufheizen mit Hochleistungslüftern auf 10 Grad auf dem Begasungsplatz).
 

Behördliche Auflagen | Australien

Die australischen Behörden haben entsprechende Informationen unter http://www.agriculture.gov.au/import/before/pests/brown-marmorated-stink-bugs bereitgestellt, welche wir nachfolgend für Sie zusammenfassen:

Unterschieden wird zwischen „Target high risk goods“ und „Target risk goods“.
Während die Produkte aus der Kategorie „Target high risk goods“ im Vorwege einer Behandlungspflicht unterliegen, besteht bei Waren der Kategorie „Target risk goods“ die Möglichkeit, dass diese im australischen Empfangshafen von den Behörden untersucht werden. Es handelt sich hierbei um sogenannte ‚Random Checks.

1. „Target risk countries“

Ursprungsländer in denen die Marmorierte Stinkwanze vermutet wird, die Liste wurde gegenüber dem letzten Jahr abermals aktualisiert und erstmalig um eine „emerging risk country“ Liste erweitert.

Target risk countries: 

Albania

Andorra

Armenia

Austria

Azerbaijan

Belgium

Bosnia Herzogovina

Bulgaria

Canada

Croatia

Czech Republic

France

Georgia

Greece

Hungary

Italy

Japan

Kosovo

Liechtenstein

Luxembourg

Macedonia

Montenegro

Netherlands

Portugal

Romania

Russia

Serbia

Slovakia

Slovenia

Spain

Switzerland

Turkey

Ukraine

USA

 


Emerging risk countries

  • Chile
  • Denmark
  • Ireland
  • Kazakhstan
  • Poland
  • Sweden
  • United Kingdom

Darüber hinaus stehen sowohl sämtliche Länder Europas als auch Japan, China, Korea, Taiwan, Argentinien, Südafrika und Uruguay auf einer besonderen Beobachtungsliste.
 

2. Warenarten folgender Zolltarifnummern (HS-Codes) zählen zu den

„Target high risk goods“

36 – Explosives, pyrotechnics

74 – Copper

84 – Machinery

44 – Wood

75 – Nickel

85 – Electrical machinery

45 – Cork

76 – Aluminium

86 – Railway locos

57 – Carpets

78 – Lead

87 – Vehicles

68 – Stone, cement

79 – Zinc

88 – Aircraft

69 – Ceramics

80 – Tin

89 – ships

70 – Glass

81 – Base metals

93 – Arms, ammunition

72 – Steel, Iron

82 – Tools

 

73 – Steel articles

83 – Base metal

 

„Target risk goods“

25 – salt, minerals

31 – Fertilisers

47 – Wood pulp

26 – Ores, slag, ash

38 – Chemical Products

48 – Paper, cardboard

27 – Fuel oils

39 – Plastics

49 – Printed matter

28 – Inorganic chemicals

40 – Tyres, rubber

56 – Wadding, felt

29 – Organic chemicals

46 – Straw, basket ware

 


4. Behandlung von „Target high risk goods“ nach Verladeart
Bei FCL Verladungen per 20‘ Standard / 40‘ Standard bzw. 40‘ HC Container ist eine Behandlung der Ware sowohl in Europa möglich als auch im australischen Empfangshafen. Aufgrund begrenzter Kapazitäten in den australischen Häfen und den damit verbundenen hohen Kosten, empfehlen die australischen Behörden eine Behandlung der Waren bevor diese in den Export überführt wird. Durch die möglichen langen Wartezeiten in Australien besteht darüber hinaus auch die Gefahr, dass die Ware wieder in den Export überführt wird. Sofern die Verladung per Open Top Container, Flat Rack Container oder Break Bulk erfolgt, ist eine Behandlung in jedem Fall vor Verschiffung vorgeschrieben. Eine nachträgliche Behandlung in Australien ist nicht möglich. Zwischen Behandlung und Verladung dürfen nicht mehr als 120 Stunden liegen. Dieses gilt auch für Verladungen von Sammelcontainern und LCL Ladung.

5. Behandlungsmethoden
Behandlungsmethoden unterscheiden sich von Land zu Land und sind nicht einheitlich. Zwischen der EU und Australien gibt es folgende Zulassungen.

  • Hitzebehandlung (Heat Treatment)
  • Begasung mit Sulfurylfluorid (Sulfuryl Fluoroide Fumigation)

Eine Besonderheit liegt hier in der Zulassung der Australien Government Department of Agriculture and Water Resources (DAWR). Nur Unternehmen die von der DAWR zertifiziert und anerkannt sind, dürfen die Behandlung durchführen.
Ihr Fr. Meyer’s Sohn Ansprechpartner wird Sie gerne individuell über die lokalen Begasungsmöglichkeiten informieren.

Die von den australischen Behörden kurzfristig auferlegte Verordnung wird zu einer Anpassung der Transportplanung führen. Sofern Ihre Ware unter den Target High Risk goods fällt, wird sich die Transportzeit durch die vorgeschriebene Behandlung ggfs. deutlich verlängern. Auch auf die Frachtkosten wird sich die Verordnung negativ auswirken, da die mit der Behandlung verbundenen Kosten zu Lasten der Ware gehen.

Bitte prüfen Sie sorgfältig, ob Ihre Ware unter eine der beiden Kategorien fällt und informieren Sie Ihre australischen Kunden entsprechend über die mögliche Verzögerung entlang der Transport- und Logistikkette.

Wir werden wie gewohnt Sorge dafür tragen, dass die Auswirkungen dieser Anordnung für Sie und Ihre Kunden so gering wie möglich bleiben.
Ihr persönlicher FMS Ansprechpartner steht Ihnen für Rückfragen gerne zur Verfügung.

Möchten Sie mehr über unsere Begasung von Containern wissen? KLICKEN SIE HIER

Sie haben noch Fragen oder möchten unser Angebot nutzen? Melden Sie sich unter FORESTRY @ FMS

Autor
Nadine Kinscher-Masur

Corporate Head of Marketing bei Fr. Meyer's Sohn

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